So ein geiler Tag. Lebensgenuss pur

Veröffentlicht am 23. August 2016 von Roman
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Was will man mehr? Der Himmel strahlend blau, die Temperaturen sommerlich warm (aber gut aushaltbar) und aufwachen inmitten einer tollen und kaum zu glaubenden Stadt. So machen wir uns erstaunlich früh (gestern war ja doch eine ziemliche Vernichtung) auf in Richtung Biennale. Nehmen nach einem kleinen Kaffee ein Vaporetto und tingeln entlang des Canale Grandes durch ein sonnig glänzendes Venedig. Vorbei an alle den schönen Plätzen, die heute besonders klar erscheinen. Bei den Giardini beenden wir dann unsere kleine Bootsfahrt und beginnen es weiterhin gemütlich mit einem kleinen Frühstück bevor wir unseren 2-Tages-Pass für die Biennale erwerben und so durch die Pavillons mäandern.

Hier auf der Biennale gibt es viel zu sehen. Auch, wenn uns eine Kunst-Biennale lieber gewesen wäre. Auch die architektonische Biennale ist interessant und man sollte auch diese einmal gesehen haben. Freilich erschließen sich einem nicht alle Darbietungen, aber das ist ja bei der Kunst-Biennale auch nicht viel anders. So sind wir vor ein paar Jahren zum Beispiel durch den Schweizer Beitrag in Form einer kompletten Müllhalde gewandert. Was immer und die Künstler damit für ein Bild von der Schweiz vermitteln wollten 😊 ?

Nach mehreren Stunden, den klassischen Campari Sprizz nach dem Mischungsverhältnis 3 Teile Prosecco, 2 Teile Campari/Aperol und einen schwachen Teil Soda im 0,4 Liter Plastikbecher (das Video ist eine Aufzeichnung aus dem Jahr 2011 - aber auch in diesem Jahr ist es immer noch so gewesen. Gute Rezepte ändert man einfach nicht.), geht es weiter durch das unbekannte Venedig Richtung Fundament Misericordia, wo wir uns eigentlich einen Platz im Paradiso Perdutto sichern wollen. Was aber leider wegen Urlaub (Ferragosto) geschlossen hatte. Und so haben wir uns einer kleinen Weinbar niedergelassen und haben Prosecco geschlürft und sehr feine Cicchetti in der nachmittäglichen Sonne genossen. Und es hat sich herausgestellt, dass dies unser Ort für den Abend werden sollte. Immer mehr Leute kamen vorbei und es war ein buntes und lustiges Treiben direkt an dem kleinen Kanal. Hier kommen auch einige mit dem Boot an und kaufen sich entweder ein paar Kisten Wein für ihre Yachten, oder nehmen ebenfalls ein Gläschen für den Abend. Viele Touristen ziehen vorbei, allerdings lassen sich davon nur die wenigsten nieder und genießen das nichts tun und plaudern. Ganz anders bei den Einheimischen und Venedig-Kennern. Der Weg (oder in diesem Fall das Sitzen und Trinken) ist hier das Ziel.

Ein fantastischer Tag und die perfekte Mischung. Tolles Wetter, liebe Freunde, Kunst und Kultur und unendlicher Genuss inmitten einer fremden und doch vertrauten Welt. So lieben wir das. VINO VERO (so heißt die Bar) - wir kommen wieder und nehmen als Geschenk die Wiederentdeckung des Lambruscos (sehr fein und trocken ausgebaut, prickelnd und eiskalt serviert) mit nach Wien. Wundert euch also nicht, wenn ihr künftig bei uns vielleicht den einen oder anderen Lambrusco auf unserer Terrasse serviert bekommt.

Auf dem Heimweg (und wir sind schon wirklich sehr müde nach diesem ereignisreichen Tag), erkunden wir noch eine andere kleine Weinbar. Das La Bottiglia. Ebenfalls sehr versteckt und auch an einem kleinen Kanal gelegen (und nur unweit von unserem Appartement - wie praktisch). Also noch einen kleine Stopp eingelegt und noch weiter genossen. Auch hier hin werden wir sicher wieder kommen. Vielleicht nicht ganz so gemütlich wie im Vino Vero, aber mit einer feinen Auswahl an Prosciutti und Käsen in der Vitrine. Also durchaus für eine notwendige Nahversorgung geeignet.

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