01. Mai 2017

Möbel mit (Eigen)Dynamik

Lesezeit: Lesezeit: weniger als 1 Minute (10 Bilder)

Platz da – ich bin ein Stuhl

Veröffentlicht am 01. Mai 2017 von Roman

Die Leute von RPR – Rockpaperrobot haben eine Leidenschaft. Möbel mit einem gewissen Extra und/oder Twist zu designen. Neben einem Tisch und Regal, welches aus scheinbar schwebenden massiven Würfeln zusammengesetzt ist, hat man nun vor kurzem auch einen Sessel vorgestellt und mittels Kickstarter-Kampagne finanziert, der ungebraucht ganz flach an der Wand hängt und mit nur wenigen Handgriffen zu einem bequemen Sessel entfaltet wird. Sehr clever.

Die Sitzfläche besteht dabei aus flexiblen Teakholz-Lamellen, die durch das Auseinanderfalten der Aluminiumstruktur flexibel die Sitzform annimmt. Das besonders nette daran ist, dass die Sessel einen Aufhängevorrichtung haben, mit der man sie im flachen Zustand dekorativ an die Wand hängen kann. Entweder als hölzernes Wandpanel, aber auch beispielsweise als eine Art Wandbild. Ein paar Anwendungen könnt ihr davon auf der RPR Webseite entdecken. Ganz billig ist der Sessel allerdings nicht. Pro Stück muss man schon mit 300€ rechnen - kein Pappenstiel. In Kürze soll mit diesem Konzept auch ein Tisch entstehen, der quasi von der Wand gezogen werden soll. Für kleine Wohnungen oder auch Menschen, die gerne flexible Raumlösungen haben wollen, ein feines Gesamtkonzept.

Gefallen hat mir auch der (Beistell-)Tisch aus schwebenden Einzelwürfeln. Diese werden durch innenliegende Magnete voneinander abgestoßen. Damit sie nicht auseinander purzeln sind sie mit dünnen Drahtseilen intelligent miteinander verbunden und halten so die Form. Das Prinzip gibt es auch als Wandregal und sieht sicher verblüffend in der eigenen Wohnung aus.

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Rockpaperrobot, Ollie Chair, Float Table, Float Shelf, NYC, Brooklyn

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Jump & Run in Real

Lesezeit: Lesezeit: weniger als 1 Minute (2 Bilder)

Wenn Technik, mit Sportart und Videospiel verschmilzt

Veröffentlicht am 07. April 2017 von Roman

Parcours gibt es ja schon seit einiger Zeit und ist im Moment ja auch wieder eher von der Bildfläche verschwunden. Mannequin-Challenges haben da zum Beispiel mehr Buzz im Internet.

Ein neues Video hat mir aber sehr gut gefallen und ich möchte es mit euch teilen. In diesem Video läuft ein (oder mehrere) Parcours-Läufer über Stock und Stein (und noch viel mehr) währen eine Drohne und Kamera dies ausschließlich aus der Vogelperspektive festhält. Die Ähnlichkeit von Jump'n'Run Computerspielen ist dabei beabsichtigt. Selbst die Schrittlänge und Gleichmäßigkeit ist scheinbar gewollt und vermittelt dabei oft den witzigen Eindruck einer Computeranimation. Wenn Supermario auf diese Weise beispielsweise über Schluchten springt, Dinge fängt, auf und ab springt, Purzelbäume schlägt und vieles mehr. Man muss bei dem Video teilweise schon genauer hinsehen, worüber der echte Parcoursläufer hier mit einer scheinbaren Leichtigkeit über darüber springt oder Hindernisse meistert. Die Tonspur bringt dann noch den letzten Kick. Super gemacht!

Credits: Music by The Derevolutions; produced by Diffraction, ASTRO KIT, and LEAP.

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Parcours, Super Mario, Computerspiel, Echt, Realfilm, Drohne,

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Liebe(nsmittel)

Lesezeit: Lesezeit: weniger als 1 Minute

#lamourlamour

Veröffentlicht am 17. März 2017 von Roman

Oh la la. Das nenn' ich einmal einen mit Liebe gemachten TV-Spot für einen Supermarkt. Ganz ohne Angebote und ohne Superlative. Macht einfach nur Lust aufs Kochen mit Lebensmittel. Und weil die Liebe ja bekanntlich durch den Magen geht, wurde diese auch in Anlehnung an den Filmklassiker "La Boum - Die Fete" entsprechend umgesetzt. Eine sehr nette Idee, wortlos, als Kurzfilm. Chapeau!

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La Boum, Die Fete, TV-Spot, Werbung, Intermarché, ❤️, #lamourlamour, Video

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Man kann sogar den Plattenspieler neu erfinden: Wheel by Miniot

Lesezeit: Lesezeit: cirka 2 Minuten (5 Bilder)

Wieder einmal eine Kickstarter-Kampagne, die ich sehr spannend finde.

Veröffentlicht am 07. März 2017 von Roman

Vor ein paar Jahren haben wir uns ja auch für zuhause wieder einen (eigentlich ja 2) Plattenspieler angelegt und kaufen seither auch wieder Vinyls. Diese gibt es ja teilweise mittlerweile sogar in größerer gefühlter Fläche als CDs bei Saturn oder Mediamarkt. In Zeiten, wo Musik immer mehr zur Commodity wird und allerorts für wenig Geld einfach runter geladen wird, bekommt das Haptische wieder eine neue Bedeutung. So eine Platte kann nämlich schon ganz schön Aufmerksamkeit einfordern. Alle 20 Minuten benötigt sie einen Seitenwechsel. So bekommt man noch einen direkten Bezug zur Musik, denn man wird immer wieder an die Songtitel und den Artist erinnert. Wie wir finden eine schöne Ergänzung zum einfachen dahinplätschern von endlosen Playlists (die ja mittlerweile kaum noch selbst zusammen gestellt werden sondern einfach nur (im besten Fall) kuratiert werden, bzw. sind aus dem persönlichen Musikverhalten künstlich neu generieren. Keine schlechte Sache, aber irgendwie schwimmt man so immer wieder in der selben Suppe.

Durch den neuen Kultfaktor von Platten kommen natürlich auch die entsprechenden Turntables wieder in Mode. Und hier wird erfinderisch getüftelt. Unsere beiden Klassiker daheim kommen von ClearAudio und ProJect und liefern schon einen sehr passablen Klang bei recht guter Optik. Andere, wie zum Beispiel der trntbl von VYNL wollen insbesondere durch aktuelle Wirelesstechnologie punkten. Die so abgenommene Musik von der Schallplatte kann direkt und kabellos an Sonos-Boxen gestreamt werden, oder auch via Spotify geteilt werden. Witzig, aber irgendwie doch auch absurd.

Der Wheel von Miniot setzt dagegen vor allem auf eine einzigartige Optik. Denn es fehlt ihm auf dem ersten Blick der Tonarm (!). Die Platte liegt auf dem Turntable, der exakt so groß ist, wie die Platte selbst. Kein Antriebsrahmen oder Schalterkonsole. Die Abtastung findet in diesem Fall von der Unterseite statt. Die Bedienung geschieht ausschließlich durch die Spindel in der Plattenmitte. Damit soll man sogar titelweise vor und zurück gehen können. Eine optische Abtastung macht dies wahrscheinlich möglich. Kleiner Clou neben dem Hingucker-Effekt: man kann den Wheel auch vertikal aufstellen oder an die Wand hängen. So wird der Plattenspieler auch selbst gleich zum Kunstwerk.

Wheel lässt sich aktuell via Kickstarter ordern, die Kampagne läuft noch ein paar Tage doch das Finanzierungsziel ist bereits erreicht. Preislich geht es 472 € los, das Serienmodell liegt bei rund 800 € und es soll Ende 2017 mit der Auslieferung begonnen werden.

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Oumbra – Outdoorprojektor

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Dieses Konzept sieht aus, als könnte man es bereits kaufen. Aber leider scheint es nur eine Vision zu sein. Schade!

Veröffentlicht am 08. Februar 2017 von Roman

Oumbra ist ein Designprojekt des Industrie Designers Ho-Hsiang Chang. Auf jeden Fall eine super Idee. Inspiriert von Bühnenscheinwerfern soll es laut dem Designer ebenfalls in der Lage sein, spannende Licht und Schattenspiele an jedem Ort zu verwirklichen. Sei es für gemeinsame Sporterlebnisse, Movies oder auch zum beleben jeder Party. Im Projektor selbst (geht es zumindest nach der Vision des Designers) befinden sich gleich auch noch die passenden Hi-Fi Lautsprecher, die die Bilder mit der passenden Soundkulisse untermalen. Auf der Rückseite erkennt man einen geplanten DC-Eingang. Noch spannender wäre natürlich ein eingebauter Akku-Pack, der für ein paar Stunden unabhängigen Bildgenuss gerüstet ist. Wohl aber beim Stand der aktuellen Akku-Technologie eher nur Science Fiction. Neben dem kompakten Design ist auch der Standfuß clever angedacht. Dieser ermöglicht nicht nur ein freies Drehen des Projektors (also für Wand aber auch Deckenprojektionen), sondern dient auch gleich noch als Tragegriff für einen einfachen Transport. Ansteuerbar und steuerbar ist der Oumbra mittels Smartphone.

Ein wirklich sehr feines Konzept. Und schade, dass es keine Kickstarter-Kampagne ist. Auf jeden Fall wären wir die richtige Zielgruppe für so einen Projektor. Vorausgesetzt einer gewissen Lichtstärke und keinen wahnsinnigen hohen Preises. Auf Kickstarter haben wir ja schon einige Dinge entdeckt und durch unseren Kauf damit beigetragen, dass solche Konzepte auch realisiert werden konnten. Wie zum Beispiel die sehr feine richtungsweisende Universalfernbedienung Sevenhugs Smart Remote. Oder das externe LED Licht iBlazr2 fürs SmartPhone, die Sicherheitskamera Canary oder die (fehlenden) Stecker Snapnator und Hyperdrive fürs neue MacBook. Vielleicht findet jemand das Oumbra Designentwurf bei Technologieunternehmen wi Samsung, Sony oder sogar Apple. Ein bisschen träumen darf man ja, oder?

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Mehr Bass. Weniger Hass.

Veröffentlicht am 03. Dezember 2016 von Roman
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Ein Zusammenschluss von Veranstaltungskollektiven, Vereinen, Lokalbetreiber_innen und Einzelpersonen aus dem Kulturbereich und der Lokalszene Wiens haben eine Initiative gestartet um die jungen Wiener und Wienerinnen erstens dazu zu bewegen, wählen zu gehen. Und dann auch noch das Richtige. Ziemlich gelungene Kampagne, die mit wenigen Worten auf unterschiedlichen Plakaten auf den Punkt bringt, was Freiheit, Vielfalt, Buntheit und Offenheit in einer Stadt und einem Land bedeuten sollte. Morgen ist wieder ein wichtiger Tag für die Demokratie. Hoffen wir das Beste - und gehen wählen!

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Sweet Dreams are made of this

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Backe, backe, Adventskranz

Veröffentlicht am 27. November 2016 von Roman

Meine Vorliebe für Punschkrapfen sind vielen Freunden von uns ja schon bekannt. Irgendwie haben es mir diese kleinen, quadratischen Süßigkeiten in zartem Rosa einfach angetan. Auf der Suche nach dem vermeintlich besten dieser Putschkrapfen in Wien, haben wir uns ja schon vor einiger Zeit so richtig einem umfangreichen Test mit gemeinsam mit Freunden hingegeben. Das ausführliche Ergebnis könnt ihr hier nachlesen.

Und wir haben außerdem eine Vorliebe für ausgefallene Adventskränze. Warum also nicht mal beide Leidenschaften miteinander kombinieren? Aus einem Gedanken vor einiger Zeit ist nun gerade noch rechtzeitig dieser zuckersüße Adventskranz entstanden. Hier ein paar Impressionen und Einblicke, wie die haltbaren Punschkrapferln 'gebacken' wurden. Passend zu unserem diesjährigen Dekothema, welches ein wenig an eine Bakery bzw. Patisserie erinnert. Wir wünschen euch eine schöne Vorweihnachtszeit.

Lange habe ich überlegt, wie ich denn Punschkrapfen fabrizieren kann, die auch haltbar sind. Dabei habe ich an Wachsüberzüge, Fimo, Zuckerguss und so einiges mehr gedacht. Da vor einiger Zeit bei uns in der der Nähe ein neues Geschäft names JumpingClay eröffnet hat und mir die Figuren und die Clay-Masse schon von der Auslage her zugesagt hat, habe ich es einmal damit probiert. JumpingClay ist eine Polymer-Masse, die man einfach mit der Hand kneten kann, sehr leicht ist und nach einigen Stunden an der Luft einfach von selbst aushärtet. Klang vielversprechend. Also kaufe ich einen großen Klumpen in weiß davon. Diese Masse sieht ein wenig aus wie ein Knetfondant und ließ sich auch so ähnlich verarbeiten. Auf einer Silikonmatte machte ich davon jeweils keine dünne Teigflächen, die dann über quadratisch geschnittene Dämmplatten gelegt wurden.

Damit die scharfen Kanten des Würfels nicht so durch die Masse kamen, wurde vorher noch auf der Oberseite jeweils eine kleine Fläche mit der Knetmasse geformt, damit diese eine organische Rundung und Form hatten.

Das fertige Endergebnis war zwar nicht so schön und fein wie mit einem Zuckerguss übergossen, aber für meine Zwecke einmal eine passable und zufriedenstellende Ausgangsform. Dies Punschwürfel als Ausgangsform wurden nun über Nacht getrocknet, so dass sie sich am kommenden Tag schön trocken anfühlten.

Für den nächsten Schritt des Einfärbens gäbe es wahrscheinlich mehrere Wege, die zu einem (vielleicht sogar teils besseren) Ziel geführt hätten. Ich habe es einfach mal mit einem Nagellack probiert, da diese eine schöne glatte Textur ergeben und auch gleich einen guten Glanz erzeugen. Sicher nicht die günstigste Lösung.

Dieser Lack kostet pro Fläschchen zwar nur günstige 2,90 Euro, allerdings reicht die Menge darin auch nur für gut 2-3 dieser Würfel (bei doppeltem Anstrich). Aber das Ergebnis war schon sehr fein, da der dickflüssige Lack gut gerinnt, sehr schnell trocknet und auch die kleinen unebenen Stellen super überdeckt und so einen sehr realistischen Eindruck hinterlässt.

Die obligatorische Kirsche oben drauf wurde ebenfalls mit einer unrunden Kugel aus der Knetmasse gefertigt und mit einem schimmernden andern Nagellack lackiert.

Doch ich muss zugeben, dass es mit dann doch ein wenig zu langsam ging und ich ein wenig ungeduldig wurde. Immerhin war der 1. Advent nur noch 24 Stunden entfernt und es musste dann ja auch noch der Kranz irgendwie gemacht werden. Also habe ich die Wohnung noch etwas durchforstet und zum Glück einen passenden Farbspray entdeckt. So wurden die restlichen Krapfen einfach per Spray eingefärbt, was auf jeden Fall die einfachere und wesentlich schnellere Methode ist. Hätte ich mir im Vorhinein schon glänzende Lacke in Spraydosen in den richtigen Farben mischen lassen, dann wäre dieser Arbeitsschritt ein Kinderspiel gewesen. Beim nächsten Mal vielleicht :-)

Auf einem runden Strohkranz wurden dann die unterschiedlich farbigen Punschkrapfen gemeinsam mit pastellen glänzenden Christbaumkugeln angeordnet und rund um die Kerzen eng aneinander fixiert. Als Füllmaterial hatte ich ein schönes dickes Wollband besorgt, was eine sehr gute Entscheidung war und sehr bei der Fertigstellung geholfen hat.

Die Punschkrapfen selbst kamen dabei noch in zweierlei Papiertütchen um noch mehr den Patisseriecharakter zu untermauern. Hier sollte man darauf achten, dass diese nicht zu dicht an den Kerzen sind. Ich habe immer noch ein nicht leicht brennbares Wollband als Abgrenzung eingelegt um noch mehr Abstand zum Kerzenfeuer zu gewährleisten. Da dies aber ohnehin das einzig wirklich brennbare Material auf dem Kranz ist, sollte die Gefahr nicht sehr groß sein. Und selbst auf einer nicht brennbaren Unterlage würde er wahrscheinlich kaum ein sehr großes Feuer erzeugen und rasch wieder ausgehen (was wir aber gar nicht erst probieren oder natürlich erleben wollen).

Fertig, bunt und sehr außergewöhnlich ist er geworden. Unser Adventskranz 2016. Ich dachte ja schon nicht mehr daran, dass ich ihn überhaupt von meinen Gedanken in die Realität umsetzen werden kann. Schon alleine, weil die Zeit und Entspannung, die ich im Moment ja habe wirklich Mangelware ist. Da dies aber schon länger in meinem Kopf herum spuckte, hatte ich immer wieder bei kleinen Besorgungstouren nach möglichen Bastelutensilien Ausschau gehalten und immer ein paar kleinere Experimente mit der Erstellung der Punschkrapfen unternommen. Sogar mit dem Tunken in Zuckerguss habe ich experimentiert. Wenn es wieder mal etwas mehr Zeit und Muse gibt, werde ich vielleicht noch das eine oder andere weiter ausprobieren. Man weiß ja nie, wo so eine Punschkrapfen-Reise hinführt. Und da ich diese Krapfen ohnehin etwas lieber ansehe als sie esse, ist die haltbare Variante schon eine ganz interessante Alternative dazu.

Heute um 22 Uhr wurde der Kranz endlich fertig. Ein ganztägiges Sonntagsfinish (dazwischen war noch ein ausgiebiger Hundespaziergang) hat dazu beigetragen. Das interessante daran - wenn das Ergebnis geglückt ist: es ist ziemlich befriedigend eine Idee im Kopf manuell in die Tat umgesetzt zu haben. In dieser intensiven Zeit des Bastelns denkt man in keiner Sekunde ans Business oder den Alltag, sondern ist voll auf das Handwerk konzentriert. Und auch, wenn die ganze Arbeit recht anstrengend war, es hat sich doch für mich ausgezahlt.

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Pastrami, Baby

Lesezeit: Lesezeit: cirka 2 Minuten (9 Bilder)

Jetzt einmal wieder eine gute Nachricht

Veröffentlicht am 11. November 2016 von Roman

Nicht jedes neue Esslokal (bzw. Imbiss) trifft unseren Geschmack. Aber dieses tut es. Immer mehr neue Lokale kommen nun schön langsam vom hippen 7. Bezirk rüber in den 8. (obwohl das im Fall von Pastrami, Baby gar nicht einmal stimmt). Das 'Es gibt Reis' wurde im vergangenen Jahr eröffnet (Piaristengasse), Schelato ebenfalls (Lerchenfelderstraße, auf der Seite vom 8. Bezirk) oder auch das Goldfisch (ein feines Fischgeschäft). Auch das Nguyen (ebenfalls Lerchenfelderstraße, auf der Seite vom 8. Bezirk) läuft sehr gut an. Insbesondere in der Lerchenfelderstraße ist noch einiges an Lust, für gute Geschäfte und Lokale. Immerhin ist die Lage perfekt. Denn diese ist auf einer Seite der 7. Bezirk und auf der anderen der 8. Bezirk. Was auch ein Grund ist, warum man sich mit dieser gut gelegenen Straße so schwer tut, sie gestalterisch auch auf Vordermann zu bringen. Gibt es doch für die jeweilig anderen Straßenseiten auch andere Bezirksverantwortungen - was kurioserweise (und schon alleine das ist haarsträubend) zum Beispiel zur Folge hat, dass es vorkommt, dass die Schanigärten links teils länger bewilligt werden als auf der anderen. Sollte es einmal zu der eben im Ansatz diskutierten Zusammenlegung diverser Bezirke kommen (und da bin ich total dafür), könnte sich die Lerchenfelderstraße rasch entwickeln und zu neuer Blüte kommen. Breit ist sie und eine gute Verbindung in die Stadt. Mit Straßenbahn und Kreuzung zum 13a (und später vielleicht auch der U5). Und nicht ganz so alt eingesessen wir die Josefstädter Straße. Hier spürt man noch ein wenig den Hofratswitwenflair (kein Wunder, dass sich hier auch die Kurkonditorei Oberlaa angesiedelt hat).

Aber kommen wir zurück zu Pastrami, Baby. Von den Rumors haben wir ja schon vor ein paar Monaten gehört, dass in ein ehemaliges kleines und freistehendes Pelzgeschäft Wiens bestes (noch gibt es ja davon auch nicht sehr viel) Pastrami Lokal einziehen soll. Und nun ist es dann Schlag auf Schlag gegangen und auf einmal wurde ausgesperrt. Das liegt wohl auch daran, dass man nicht extrem viel ins die Innenausstattung investiert hat, sondern sich eher auf das Produkt konzentrieren möchte. Einige Erfahrung haben die Besitzer ja bereits mit ihrem Foodtruck sammeln können. Jetzt hat Pastrami aber auch ein Headquarter (wie man es liebevoll selbst nennt). Heute (am 11.11.) ist die offizielle Eröffnung. Doch durch das Softopening hat man schon seit ein paar Tagen geöffnet. Und wie haben es gleich unter unsere Fittiche genommen und die Sandwiches ausprobiert.

Sowohl mitgenommen als auch einmal bereits vor Ort (man hat wegen der kleinen Gastrolizenz nur 8 Sitzplätze im Inneren). Dabei wurde es meist der Reuben - ein klassischer Pastrami Sandwich, allerdings plus Käse und Remoulade. Pastrami entsteht ja durch das haltbar machen von Rindfleisch. Dazu wird Rinderbrust über ein paar Wochen durch Suren Flüssigkeit entzogen. Für die nötige Würze und die leicht rauchige Note wird das gesurte Fleisch anschließend mit einer Pfefferkruste eingerieben und geräuchert. Ein 48 stündiges Niedergarbad sorgt zum Schluss nochmal für zusätzliche Saftigkeit und Aromaentfaltung. Dünn aufgeschnitten und erwärmt wird es so zu einem pfeffrig, rauchigen Fleischtraum. Wer einen besonderen Fleischgusto hat, kann sich die Pastrami Sandwich auch mit 250 Gramm Fleisch bestellen. Einen Coleslaw gibt es in der Eröffnungsphase zu jedem Sandwich gratis dazu. Auch eine kleine, aber Feine Getränke und Bierauswahl gibt es und bald sollen auch noch ausgewählte Süßigkeiten folgen.

Am 11. November 2016 ist die offizielle Eröffnung. Also nichts wie hin. Und werdet ihr hier vielleicht auch öfters treffen. Wahrscheinlich aber eher als Take away, da es für uns ja einfach perfekt gelegen ist. Top Geschmack, super Auswahl und endlich wieder einmal ein Lokal/Imbiss, wo nicht vegan oder vegetarisch im Vordergrund steht. Also ist zum Glück wohl auch nicht mit einer Kinderwagen-Herschaft zu rechen. Im Trend liegt es auf jeden Fall. Also denken wir, dass es sich schon rasch herumsprechen wird und bald zu einem neuen Renner im Bezirk werden kann. Wir wünschen den Betreibern auf jeden Fall alles Gute zum Start!

Im Vordergrund stehen die Pastrami Sandwich. Aber es finden sich auch noch einige andere interessante Sachen auf der Menükarte. Hühnerleber und Blutwurst - und schon sind wir Fans (vorausgesetzt, es schmeckt natürlich)

Hier das ganz klassische Pastrami-Sandwich - also fast: denn die Reuben Variante hat auch noch Remoulade, Käse und Weißkraut mit dabei - also ist sie uns auch noch mehr ins Auge gesprungen und musste gleich probiert werden. Die Gurkerl (und auch die meisten anderen Sachen) sind im übrigen selbst gemacht. Ein weiterer Pluspunkt.

Das Fleisch hat eine wunderbare Farbe und ist ganz weich, saftig und würzig.

Einen Becher Coleslaw (mit karamellisierten Nüssen - mmmmmh) gibt es zu Beginn gratis zu jedem Sandwich mit dazu.

Hier der Reuben Pastrami Sandwich in der Variante mit 250 Gramm Fleisch. Sieht recht üppig aus. Da das Felsich aber nicht fett ist, lässt er sich (laut Richard) sehr gut essen. Nach der Hühnerlebercreme wahrscheinlich auch meine nächste Wahl. Obwohl die Saibling Variante interessiert mich auf jeden Fall auch. Und hier schmeckt wahrscheinlich auch der Ratatouille Gemüse Sandwich.

Auch der Blunznsandwich mit karamellisierten Äpfeln ist ein Hit. Davon könnte ich auf jeden Fall gleich 2 verspeisen.

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