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Green Living

 

Green Dip – so nennt sich das Statement für eine radikale Begrünung

Veröffentlicht am 03. November 2019 von Roman

Immer mehr in aller Munde sind ja das Klima in den Städten und inwieweit ein erhöhter Grünanteil das Wohnen angenehmer macht. Denn Klimaanlagen und Niedrigenergiehäuser in Zeiten der Klimaveränderung (-erwärmung) sind auch nicht die beste und vor allem nachhaltigste Lösung. Insbesondere ist man bei den Niedrigenergiehäusern vor kurzen drauf gekommen, dass hier eine Art Boomerang-Effekt eintritt, da diese Häuser mehr Wärme speichern und diese dann an ihrer Umgebung länger abgeben und diese nachhaltig erwärmen. Eine kleiner Teufelskreis. Das gleiche kann man auch über Klimaanlagen sagen. Denn diese blasen zwar ins Innere der Wohnräume meist angenehm kühle Lust, das Rundherum wird aber laufend weiter erhitzt, was paradoxerweise wieder zu einer höheren Klimaleistung führt, usw. usw.

Und Bauplätze sind insbesondere in den Städten immer teurer und der zugebaute (versiegelte) Bauanteil wird laufend höher und dichter. Auch wenn man weiß, dass sich hier Pflanzen nicht nur auf das unmittelbare Stadtklima positiv auswirken, gibt es doch immer mehr Beton-, Stahl oder Glasfassaden, die die Problematik der sommerlichen Erwärmung nur fördern.

Zum Glück gibt es da nun auch immer öfters Architekten und Bauherren, die sich zu diesem Thema Gedanken machen und neue Lösungen hervorbringen. Die begrünten Fassaden und Wände sind nur eine Form. Im Design der Architekturbüros MVRDV und Van Boven Architecten ist man einen stilistisch neuartigen und überraschenden Weg gegangen. Die Fassade wurde nicht nur einfach begrünt sondern stelle eine Art vergrößertes Pflanzenregal dar, auf dem weiße, überdimensionale Pflanztöpfe stehen und damit gleich das Erdreich für die Bepflanzung selbst darstellen.

"Dringend würden neue Visionen für grüne Oasen im urbanen Raum benötigt", so lautet Winy Maas' von MVRDV Einleitung für das neue Projekt, welches gerade im niederländischen Sint-Michielsgestel entsteht. Der Entwurf der "Green Villa" setze daher die Forschungen zu "fassadenlosen" Gebäuden bei MVRDV fort. Das Projekt trägt zu einer radikalen Begrünungsstrategie bei, mit der das niederländische Büro urbane Gebiete als Naturlandschaften gestaltet, um CO2-Emissionen auszugleichen, Städte zu kühlen und Biodiversität zu fördern.

1980
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Der straßenseitig in verschiedenen Formaten gerasterte Rahmen soll für hunderte von kleinen Pflanzen und Sträuchern bis hin zu ganzen Bäume wie Birken und Kiefern genutzt werden. Die eigentliche Wohn- und Büronutzung des Gebäudes findet auf vier Etagen statt, in einem Stahlbetonrahmen mit unterschiedlichen Tiefen können die Raummodule eingehängt werden.

1920
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